Sei ehrlich, Apfelmus weckt irgendwie immer Kindheitserinnerungen, oder? Wie hast du das süße Mus am liebsten genascht – zum Pfannkuchen, zum Milchreis oder pur als Nachtisch? Dabei ist Apfelmus längst nicht nur was für die Kleinen. Auch große Feinschmecker lieben das pürierte Fruchtfleisch, wahlweise zum Dessert oder in herzhafter Kombination zu Ente, Sauerbraten oder dem Klassiker Reibekuchen.

In jedem Fall ist es eine Bereicherung für den Esstisch. Umso mehr eine gute Gelegenheit, einmal selbst Apfelmus zu kochen. Ist total einfach, du weißt, was drin ist und es schmeckt selbst gemacht einfach doppelt lecker. Industriell gefertigtes Apfelmus aus dem Supermarkt hat häufig einen sehr hohen Zuckeranteil. Insbesondere hier kannst du großen Einfluss darauf nehmen, wie süß dein Apfelmus wird.

Nachfolgend zeigen wir dir tolle Apfelmus-Rezepte, sagen dir, welche Äpfel du benötigst, wie lange du das Apfelmus aufbewahren kannst und wem es sonst noch schmeckt. Auf geht’s!

Apfelmus-Rezept

apfelmus rezept

Grundrezept ohne Zucker für 4 Gläser

Zutaten

1 kg Äpfel

100 ml Wasser

½ Bio-Zitrone (Saft & Abrieb)

Zubehör

Topf

Pürierstab oder Stampfer

4 Gläser (à 400 ml Füllmenge) sterilisiert

Zubereitung

1.Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und anschließend in kleine Stücke schneiden.

2. Die Apfelstücke mit dem Wasser und dem Zitronensaft und -abrieb aufkochen lassen. Der Zitronensaft verhindert, dass sich die Apfelstücke braun verfärben.

3. Nach dem Aufkochen die Hitze reduzieren und ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind.

4. Mit dem Pürierstab alles fein pürieren. Direkt in die sterilen Gläser füllen, Schraubverschluss schließen und auf den Kopf stellen, damit sich ein Vakuum bilden kann.

Alternativ kannst du die Äpfel auch nur grob stampfen, sodass du noch Fruchtstückchen hast. Dann ähnelt die Konsistenz eher einem Apfelkompott.

Variationen des Grundrezepts

Ist dir das Apfelmus nicht süß genug, füge dem Kochvorgang ein paar Esslöffel Zucker hinzu. Du kannst den Zucker auch vorab im Topf etwas karamellisieren lassen.

Experimentiere mit anderen Obstsorten. Ersetze dazu einen Teil der Äpfel mit Birnen, Beeren oder anderen Früchten (siehe unsere Tipps weiter unten).

Bourbon-Vanille (oder ein Päckchen Vanillezucker) nach dem Kochen zufügen.

Eine Zimtstange und/oder Nelken während des Kochens hineingeben. Sie geben eine würzige Note. Aber unbedingt vor dem Pürieren wieder herausholen.

Du magst es scharf? Probiere es mal mit einem Hauch von Ingwer. Der ist nicht nur gesund, sondern bringt auch – je nach Menge – ordentlich Feuer mit.

Lagerung & Haltbarkeit

Sofern du Apfelmus nur in kleinen Portionen für den Tagesbedarf kochst, kannst du dieses abgedeckt etwa zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Eingekochtes Apfelmus kühl und dunkel lagern, dann hält es sich einige Monate.

Um die Haltbarkeit zu verlängern, gibt es einen einfachen Trick: Koche die gefüllten und gut verschlossenen Gläser für 30 Minuten in 90 °C heißem Wasser. So eingekocht bleibt das Apfelmus bis zu einem Jahr lang frisch und lecker.

Einfrieren

Hättest du gedacht, dass du Apfelmus auch einfrieren kannst? Dazu das abgekühlte Apfelmus portionsweise in einen Gefrierbeutel füllen, verschließen, ein wenig glattstreichen damit es später schneller auftaut, und einfrieren.

Zu welcher Jahreszeit sollte man Apfelmus einkochen?

Äpfel sind das ganze Jahr über erhältlich, daher bist du nicht an eine bestimmte Jahreszeit gebunden. Unserer Meinung nach ist aber die Zeit von August bis Oktober am besten geeignet, um Apfelmus selber zu machen. Dann ist Hauptsaison und die Früchte haben das intensivste Aroma. Und das schmeckst du dann auch in deinem selbst gemachten Apfelmus.

Unser Tipp: Regionale Produkte verwenden

Selbermachen hat für uns auch immer etwas mit Nachhaltigkeit zu tun. Mit Hinblick auf die Umwelt bevorzugen wir, beim Apfelmus-Einkochen regionale Apfelsorten. Außerdem unterstützt du die heimischen Erzeuger vor Ort. Ob im Bio-Laden, auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen direkt auf dem Bauernhof – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, regional einzukaufen. Auch viele der großen Supermarkt-Ketten bieten in ihren Läden regionale Lebensmittel an.

Welche Äpfel sind zum Apfelmus-Kochen geeignet?

Welche Äpfel sind zum Apfelmus-Kochen geeignet

Generell kannst du für die Herstellung deines Apfelmuses jede Apfelsorte verwenden. Empfehlenswert sind aber vor allem die eher säuerlichen Sorten wie z.B. Boskop, Braeburn, Cox Orange, Elstar oder Berlepsch. Sie punkten mit einem aromatischen Eigengeschmack und einem Fruchtfleisch, das beim Einkochen schnell zerfällt.

Probieren geht über Studieren

Sei kreativ und probiere mal was Neues aus. Du kannst beispielsweise verschiedene Apfelsorten mischen, sodass du nicht ausschließlich die säuerlichen Sorten verwendest, sondern auch einige süße Varianten darunter mischt.

Darüber gehören Äpfel zu dem Obst, das sich wunderbar mit anderen Früchten versteht. Ob Beeren, Birnen, Pflaumen oder Mango – auch hier kannst du wunderbar experimentieren. Besonders Kinder mögen es gerne ein wenig süßer und bevorzugen vielleicht Apfelmus-Variationen mit Aprikosen oder Pfirsichen.

Apfelmus im Thermomix

Kaum ein Rezept, das nicht auch im Thermomix gelingt. Sofern du im Besitz dieses „Alleskönners“ bist, kannst du dein Apfelmus natürlich auch damit selbst kochen. Die smarten Bedienfelder zeigen dir step-by-step, was du tun musst. Auch diese Rezepte kannst du natürlich nach deinem eigenen Gusto verfeinern.

Weitere Yammie-Tipps rund um selbst gemachtes Apfelmus

Mami-Tipp: Selbst eingekochtes, ungezuckertes Apfelmus ist perfekt als erste Fruchteinheit für Babys sowie Kleinkinder. Ob als leckerer Snack für unterwegs oder den Kindergarten.

Geschenke-Tipp: Du hast eine Einladung von Freunden und brauchst noch ein Geschenk? Über ein liebevoll verpacktes Glas selbst gemachtes Apfelmus freuen sich deine Bekannten ganz bestimmt.

Back-Tipp: Serviere deinen Gästen beim nächsten Kaffeeklatsch z.B. gedeckten Apfelmuskuchen, Rührkuchen mit Apfelmus oder Zimtcrêpes mit Apfelmusfüllung.

Müsli-Tipp: Verfeinere dein Frühstücks-Müsli mit einem oder zwei Esslöffel selbst gemachtem Apfelmus.

 

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