Die historischen Ursprünge edler Düfte reichen bis zu den einstigen Hochkulturen weit vor Christi Geburt zurück. Wohlriechende Düfte sollen einen Menschen einzigartig machen und diesen besonders hervorheben. Was früher ausschließlich großen Herrschern vorbehalten war, ist heute massentauglich. Mit einem passenden Nischenduft ist es dennoch möglich, herauszustechen und für das gewisse Etwas zu sorgen.

Inspirierend und betörend

„Into the Void“ („In die Leere“) der Firma „Juliette has a Gun“ ist in erster Linie für Herren konzipiert. Doch der Duft steht auch Frauen gut und verleiht dem/der Träger/in einen besonderen Charme. Den beliebten Nischenduft beschreibt der Hersteller als betörend sowie inspirierend und elegant zugleich. Das Parfum ist eine passende Alternative zum Mainstream.


Die reinen Düfte der Pflanzenwelt

Weltweit gibt es zahlreiche unterschiedliche Cannabis-Pflanzen. Eine besonders starke Sorte wird in Afghanistan angepflanzt und trägt hierzulande den Namen „Schwarzer Afghane“. Unter der englischen Bezeichnung „Black Afgano“ hat die sich Firma Nasomatto dem Duft der Pflanze gewidmet und diesen in Form eines Parfums veredelt. Der darin enthaltene rebellische Geist eignet sich für Frauen und Männer.

Die Londoner Parfümerie Miller Harris hat sich ebenfalls mit Genusspflanzen befasst und entwickelte „Tea Tonique“. Die Inspiration stammt aus duftenden Teeplantagen. Vor diesem Hintergrund wird als „frisch“ beschrieben und soll für den Alltag ein vitales Gefühl verleihen.

Die Kreativität kennt keine Grenzen

Nischendüfte einiger Marken sind hinsichtlich ihres kreativen Ansatzes kaum mehr zu überbieten. Ein gutes Beispiel ist das Parfum „Oud Satin Mood“ der Parfümerie Maiso Francis Kurkdjian. Das Männer- und Frauen-Parfum besteht mitunter aus dem seltenen Stoff Oud, welcher aus dem Harz des Adlerbaums gewonnen wird. Die Gewinnung ist allerdings nur möglich, wenn der Baum von dem Schimmelpilz „Phialophora parasitica“ befallen ist.

Das Parfum „Robinson Bear“ von Atkinson beinhaltet wiederum Aromen von Küstenpflanzen, welche in mediterranen Landstrichen zu Hause sind. Der Name des Parfums resultiert aus einer Anlehnung an den Roman „Robinson Cruesoe„.


Faszination Orient

„Zanzibar“ von Blend Oud verzichtet auf die Unterscheidung zwischen Damen und Herren und widmet sich einer orientalischen Duftmischung. Der sinnliche Duft beinhalten einen Hauch erfrischender Zitrone sowie einen satten Schuss Melone. In lauen Sommernächten wirkt das Parfum mit einer hohen Anziehungskraft auf die Umgebung. Bei „Gold II Sahara“ handelt es sich um einen komplexen Duft des Unternehmens AJ Arabia. Die Kopfnote ist es eine Zusammensetzung aus Orange, Elemi und Safran. Die Basisnote bringt den Orient auf die eigene Haut und begeistert mit Moschus, Vanille, Amber und Zeder.


Die eigenen Sinne befreien und glücklich sein


Der italienische Hersteller „Il Profvmo“ hat das Parfum „Vanille Bourbon“ entwickelt. Unternehmensgründerin und Schöpferin des Duftes Silvana Casoli hat nach eigener Aussage ihre „leidenschaftliche Seite“ einfließen lassen. Das Parfum soll vorrangig glücklich machen und die Sinne befreien. Insbesondere dunkle Wintertage sollen durch das Auftragen des Parfums sowohl schöner als auch leichter ausfallen.


Selbstbewusste und kraftvolle Parfums

„Original“ ist das Resultat aus einer Reise durch die Anden im Jahr 1934. Der Schöpfer Albert Fouqet entdeckt zu jener Zeit die Pflanze Andrea für sich und verwendete deren Extrakte mit einer Kombination aus Pfeffer und Kardamom. Neben einer kleinen Zitrusnote runden würzige Hölzer den Duft ab. In erster Linie richtet sich das Parfum an selbstbewusst und ebenso zielstrebige Männer. Kraft und Ausdauer soll hingegen „Viking“ von Creed durch seinen Duft vermitteln. Es soll an die einstigen Seefahrer aus Skandinavien erinnern, welche ihre Kultur in die Welt hinaustrugen.

Foto von wywenka@stock.adobe.com

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