Eine kurze Zeit lang war es für Unternehmen hip, eine umweltbewusste Markenphilosophie und Selbstverständnis nach Außen zu tragen. Dann wurde der Vorwurf von Greenwashing laut. Es reicht eben nicht, nur ein paar moderne Plakate zu drucken und umweltfreundliche Verpackungen herzustellen. Verbraucher durchschauen solche Tricks als günstiges Marketing und strafen Unternehmen entsprechend schnell ab.

Dabei lohnt es sich für Unternehmen sehr wohl, sich ein umweltfreundliches Image zu geben – es darf nur kein reines Greenwashing werden. Stattdessen sollten sich Unternehmen komplett umweltbewusst aufstellen, um gleichzeitig junge Kundschaft anzusprechen und einen wertvollen Beitrag zu Klima- und Umweltschutz zu leisten.

Wie stellen sich Unternehmen umweltfreundlich auf?

Ein Unternehmen lässt sich überraschend leicht und günstig umweltfreundlich aufstellen. Denn eine der ersten Regeln für ein umweltfreundliches Verhalten ist, möglichst nachhaltig mit bestehenden Rohstoffen zu arbeiten. Die Idee ist analog zum privaten Verbraucher: Anstatt ein neues umweltfreundliches Auto zu kaufen, sollte man lieber zuerst den alten Verbrenner so lange fahren, bis dieser auseinanderfällt. Denn die ausgestoßenen Treibhausgasemissionen des Antriebs sind deutlich geringer als die anfallenden Emissionen und Belastungen durch den Bau eines Neuwagens, selbst wenn dieser anschließend zu hundert Prozent mit Ökostrom betrieben wird.

Recycling ist der erste Schritt

Deswegen ist einer der ersten Schritte für Unternehmen möglichst viele Arbeitsmaterialien zu recyclen. Altes Papier kann einfach mit einer Büroklammer und einer Schneidemaschine zu Notizblöcken für die interne Verwendung umfunktioniert werden. Das spart Ressourcen, bevor das Papier selbst recycelt wird. Auch Arbeitsmaterial muss nicht jeder Mitarbeiter in Massen im Schreibtisch haben. Es reicht oft eine große Sammlung pro Büro zur Verfügung zu stellen.

Wenn Möbel oder Computer nicht mehr benötigt werden, freuen sich gemeinnützige Organisationen, Jugendzentren oder lokale Hilfseinrichtungen über Spenden. Denn während Unternehmen oft mehr Computer als Mitarbeiter haben, suchen Jugendzentren oder Volkshochschulen händeringend um entsprechende Arbeitsgeräte für ihre Kurse. Als Unternehmen muss man nur darauf achten, dass zuvor alle sensiblen, vor allem personenbezogene, Daten gelöscht wurden.

Energie und Wasser sparen und Ökostrom beziehen

Ein weiterer Aspekt, bei dem Unternehmen leicht und vor allem mit sehr überschaubaren Kosten einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz liefern können, ist das Einsparen von Energie und Wasser.

Eine Klimaanlage verbraucht unheimlich viel Strom – aber eine kontrollierte Raumtemperatur ist im Sommer nötig, damit die Belegschaft des Betriebes gut arbeiten kann. Aber auch mithilfe von Rollläden kann die Bürotemperatur geregelt werden. Bei vielen anderen Aspekten können Mitarbeiter selbst viel helfen, um Strom zu sparen. Hier helfen entsprechende Aufmerksamkeitskampagnen, damit Mitarbeiter ihren Computer abends herunter fahren, tagsüber das Licht ausmachen oder den Wasserkocher in der Küche nicht voller machen als nötig.

Auch Ökostrom ist eine Idee, mit der effektiv und mit minimalen Aufwand Treibhausgasemission zu sparen. Reinen Ökostrom bieten heute fast alle großen und kleinen Energieversorger an – und dieser ist meist nur wenige Cent teurer als der konventionelle deutsche Strom-Mix.

Umweltbewusstsein für gutes Firmenimage nutzen

Ob man sein grünes Image aus Überzeugung oder aus Marketing-Motiven nutzen möchte, wer es für Marketing nutzen möchte, der sollte es ernst meinen. Denn Verbraucher erkennen reines Greenwashing schnell als Marketingmasche. Wer allerdings echte Anstrengungen unternimmt, um das Klima zu schützen, der kann auch mit gutem Gewissen und vor allem Erfolgreich damit werben. Dann lohnt es sich, vor allem auf Werbeartikel zu setzen, die ökologisch wertvoll sind. Dazu gehören beispielsweise Thermobecher, die die Coffee-to-Go-Müllflut mindern oder biologisch abbaubare Kugelschreiber.

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