Für Links in diesem Beitrag erhält https://orangearts.de ggf. eine Zahlung von einem Partner. Der Inhalt bleibt unbeeinflusst.

In den vergangenen Jahren sind einige Inhaltsstoffe der konventionellen Kosmetikindustrie in Verruf geraten. Welche Inhaltsstoffe das sind und welche Alternativen es gibt, erfahren Leser in unserem Ratgeber.

Welche Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten gelten als kritisch?

Aluminiumsalze im Deo

Aluminiumsalze kommen in Kosmetikprodukten vorwiegend als Antitranspirant-Wirkstoffe zum Einsatz. Da sie die Schweißbildung hemmen und die Poren verschließen, sind Aluminiumsalze vor allem in Deodarants zu finden. Doch auch in Zahnpastas und Lippenstiften ist der Inhaltsstoff häufig enthalten.

Doch was macht den Inhaltsstoff eigentlich so problematisch? Diverse Studien konnten in der Vergangenheit bestätigen, dass Aluminiumsalze Hautirritationen auslösen und sogar nervenschädigend wirken können. Des Weiteren wird der problematische Wirkstoff immer wieder mit der Entstehung von Brustkrebs und Alzheimer in Verbindung gebracht.

Inzwischen gibt es Gott sei Dank immer mehr Hersteller, die auf Aluminiumsalze verzichten. Darüber hinaus ist Aluminium auf der Verpackung leicht erkennbar: Einfach in der Liste der Inhaltsstoffe nach „Aluminium Silicate“ oder „Aluminium Chlorohydrate“ Ausschau halten.

Parabene

Parabene werden Kosmetikprodukten häufig hinzugefügt, um diese zu konservieren und länger haltbar zu machen. Deshalb sind Parabene auch in zahlreichen Kosmetikprodukten wie Shampoos, Duschgels, Zahnpastas und Co. enthalten. Allerdings löst der Konservierungsstoff oft Nebenwirkungen aus.

Parabene stehen im Verdacht hormonell wirksam zu sein. Ihre Struktur ähnelt dem weiblichen Geschlechtshormon Östrogen, weshalb der Inhaltsstoff besonders gefährlich für Föten, Schwangere, Kleinkinder und Jugendliche in der Pubertät ist. Vor allem die Konservierungsstoffe Propylparaben und Butylparaben sollen einen Einfluss auf das Hormonsystem nehmen können. Wiederum andere Parabenverbindungen reichern sich im Körper an und können so zu hormonbedingten Krebsarten, Unfruchtbarkeit oder Diabetes führen.

Um Parabene in Kosmetika zu erkennen, müssen Verbraucher auf die Endung „-paraben“ achten. Auf der Liste der Inhaltsstoffe stehen besonders oft die folgenden Begriffe: Methylparabene, Ethylparabene, Benzylparabene, Phenylparabene, Butylparabene, Propylparabene und Isopropylparabene.

Mikroplastik

Mikroplastik in Kosmetikprodukten gilt als unsichtbare Gefahr. Die klitzekleinen Plastikteilchen in Peelings, Cremes, Shampoos und Co. verstecken sich hinter Bezeichnungen wie Nylon-6, Polyethylen oder Polyacrylat. Problematisch an dem Inhaltsstoff ist, dass dieser verherrende Auswirkungen auf die Umwelt hat.

Über das Abwasser landet Mikroplastik in Kläranlagen, die die Partikel jedoch nicht vollständig aus dem Wasser filtern können. Anschließend gelangt das Mikroplastik in die Meere und somit auch in die Mägen von Fischen, Flusskrebsen und Muscheln.

Duftstoffe

Ob der herrliche Duft nach Orange in der Dusche, die wohlriechende Bodylotion mit Lavendel-Duft oder das Deo, das wunderbar frisch nach Minze riecht! Wir Menschen lieben Düfte einfach, weshalb diese auch in zahlreichen Kosmetikprodukten zu finden sind. Das Problematische daran? Duftstoffe haben keinerlei Wirkung und stehen im Verdacht die Haut zu reizen und Allergien auszulösen.

Vor allem Personen, die bereits von Allergien und/oder Hauterkrankungen betroffen sind, sollten unbedingt die Finger von Duftstoffen lassen und lieber auf fragrance free Produkte umsteigen. Auf der Verpackung erkennt man Duftstoffe z.B. anhand der Bezeichungen Eugenol, Cinnamal, Citral, Limonene, Coumarin, Farnesol oder Linalool.

Paraffine

Kritisch beurteilt werden auch sogenannte Paraffine. Diese werden in konventionellen Pflegeprodukten wie Lotionen oder Cremes als Konsistenzgeber verwendet. Sie sind filmbildend, wasserabweisend und fördern die Glanzbildung auf der Haut, weshalb Paraffine auch gerne in Lippenstiften zum Einsatz kommen. Sie schützen die Haut außerdem vor Feuchtigkeitsverlust.

All diese Vorteile sind für die Kosmetikindustrie natürlich sehr verlockend. Allerdings handelt es sich bei Paraffinen um Kohlenwasserstoffe, die aus Erdöl gewonnen werden. Der Stoff ist nicht nur problematisch für die Umwelt, sondern auch giftig. Paraffine stehen im Verdacht Krebs auszulösen. Auf der Verpackung erkennt man die Beigabe von Paraffin anhand der Bezeichnungen „Paraffinum Liquidum“ oder „Petrolatum“.

Silikone

Ein weiterer beliebter Inhaltsstoff in herkömmlichen Kosmetikprodukten sind Silikone. Diese sorgen für ein geschmeidiges Gefühl auf Haut und Haaren und täuschen einen Pflegeeffekt vor. In Wirklichkeit legen sich die Silikone allerdings wie eine luftdichte Schicht über Haut und Haare, weshalb Nährstoffe gar keine Möglichkeit mehr haben, in Haut und Haare einzudringen. Haut und Haare trocknen mit der Zeit immer mehr aus.

Die INCI-Bezeichungen für Silikone lauten: Dimethicone, Trimethicone, Methicone, Amodimethicone, Polysiloxane. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Abwandlungen. Verbraucher können sich allerdings an den Endungen „-siloxane“ und „-methicone“ orientieren.

Welche Labels sagen Verbrauchern, dass auf solche Inhaltsstoffe verzichtet wird?

Konsumenten müssen jedoch nicht ständig die Liste der Inhaltsstoffe studieren – es gibt auch die Möglichkeit, zu Clean-Beauty-Produkten oder Naturkosmetik-Produkten zu greifen. Diese verzichten bewusst auf fragwürdige Inhaltsstoffe. Doch wie erkennt man diese Produkte und was ist besser? Clean Beauty oder Naturkosmetik?

Clean Beauty wird von Douglas wie folgt definiert: Clean Beauty kommt ohne bestimmte, kontrovers diskutierte Inhaltsstoffe und ohne Tierversuche aus. „Clean“ steht für „frei von“. Dabei bedeutet „Clean Beauty“ jedoch nicht automatisch natürlich, vegan oder frei von jeglichen synthetischen Inhaltsstoffen. Clean Beauty setzt sehr wohl künstliche Inhaltsstoffe ein – allerdings sind diese sorgfältig ausgewählt und deren Wirksamkeit klinisch bestätigt.

Zertifizierte Naturkosmetik verzichtet ebenfalls auf fragwürdige Inhaltsstoffe wie Paraffine, Silikone un Co. Im Gegensatz zu Clean Beauty Produkten werden Naturkosmetik Produkte jedoch ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen hergestellt. Inzwischen gibt es viele Marken, die auf den ersten Blick wie „Naturkosmetik“ aussehen. Allerdings betreiben viele Hersteller auch Greenwashing. Zertifizierungen schaffen hier Abhilfe und geben Sicherheit. Diese Siegel sind vertrauenswürdig, wenn es um Naturkosmetik geht:

  • NaTrue
  • Cosmos
  • BDIH

Ob Naturkosmetik oder Clean Beauty Produkte besser sind, lässt sich allerdings nicht pauschal beantworten. Eine Clean Beauty Brand kann durchaus die hohen Anforderungen von Naturkosmetik Zertifikaten erfüllen. Nur weil gewisse Clean Beauty Produkte außerdem auf synthetische Inhaltsstoffe setzen, müssen diese nicht schlechter sein. Andererseits können selbst Naturkosmetik-Produkte manchmal zu Hautirritationen führen, da in diesen häufig ätherische Öle enthalten sind. Am besten ist es also, sich mit den jeweiligen Inhaltsstoffen auseinanderzusetzen und abzuwägen, ob Clean Beauty oder Naturkosmetik oder eventuell auch Kombinationen aus Beidem ratsam sind.

Quelle: https://utopia.de/ratgeber/naturkosmetik-siegel/

Foto von yuriyzhuravov@adobe.com

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here