Wer Filme wie Braveheart, Harry Potter oder Rob Roy gesehen hat, der hat sich leicht in die raue Schönheit und Wildnis der schottischen Highlands verliebt. Die kahlen, windumtosten Berge, das Heidekraut und die tiefen Wälder. Die ebenso kalten wie ruhigen Bergseen und die unvergleichliche Ruhe und Einsamkeit auf den Wanderpfaden, die das Land durchziehen.

Ein Wanderurlaub in Schottland

Einer der berühmtesten Fernwanderwege durch dieses wunderschöne Land führt durch den Westen der Highlands. Der West Highland Way startet in der Nähe von Glasgow und führt durch einsame Bergwelten, am viel besungenen Loch Lomond vorbei, durch das sagenumwobene Glen Coe bis nach Fort William, am südlichen Ende des Great Glen.

Wer Lust hat, den 154 Kilometer langen Marsch noch zu verlängern, der kann auf dem Cape Wrath Trail anschließend weiter Richtung Norden wandern, am durch die Harry Potter Verfilmungen berühmten gewordenen Viadukt von Glenfinnan vorbei (wo auch der tragische Bonnie Prince Charlie an Land ging) und den Scottish National Trail aufnehmen, der immer weiter Richtung Norden führt, bis er an der Nord-West-Spitze Großbritanniens am Ozean endet.

Wie lange ist man auf dem West Highland Way unterwegs?

Es gibt natürlich noch viele andere beeindruckende Wanderwege durch dieses herrliche Land. Der Southern Upland Way durchquert die Berge nördlich der englischen Grenze von Ost-West-Richtung oder der East Highland Way erreicht Fort William vom Skiresort Aviemore aus.

Der West Highland Way ist allerdings zu Recht der wahrscheinlich bekannteste Fernwanderweg des Landes. Der Weg ist in acht Etappen aufgeteilt, die alle tatsächlich an einem Tag zu schaffen sind. Sehr sportliche Menschen und erfahrene Wanderer können teilweise eine Etappe an einem Tag in Angriff nehmen. Diese Distanz ist nicht nur körperlich gut zu bewältigen, sie ist auch für viele Urlauber die richtige Länge, um mit den Urlaubstagen nicht in Konflikt zu kommen.

Die meisten Etappen des Weges sind um die 20 Kilometer lang. Sie führen durch die beeindruckenden Landschaften der rauen Berge im Westen des Landes. Der Start liegt nicht weit von der Großstadt Glasgow entfernt, im kleinen Örtchen Milngavie. Hier sollten Wanderer sich noch einmal verproviantieren und ihr Gepäck kontrollieren. Wer mitteleuropäische Verhältnisse gewöhnt ist, der wird sich wundern, wie weit die Ortschaften auf diesem Weg voneinander entfernt liegen. Eine Notration sollte jeder in seinem Rucksack haben.

Was für eine Ausstattung braucht man für den Weg?

Trotz der für viele Menschen kaum vorstellbaren Einsamkeit, die man auf seinem Weg durch die Highlands erleben kann, trifft man oft genug auf Orte, in denen eine Übernachtung unter einem festen Dach möglich ist. Meistens kann man sich aussuchen, oder die Etappen entsprechend gestalten, ob man in einem Hostel, Bed&Breakfast oder einem Hotel schlafen möchte. Ein Zelt ist also nicht nötig. Das ist erst weiter nördlich auf dem Cape Wrath Trail sinnvoll.

Schottland hat nicht umsonst den Ruf, dass sich das Wetter schnell ändern kann. In den Bergen, auch im Sommer, kann das Wetter in kürzester Zeit umschlagen. An regenfester Kleidung und einem wasserdichten Rucksack, darf man auf keinen Fall sparen – es sei denn, man nimmt es in Kauf, dass abends, das gesamte Gepäck durchnässt ist.

Der Weg selbst verläuft fast durchgängig auf Wegen, die seit Jahrhunderten durch Viehhändler genutzt werden. Sie sind zwar nicht befestigt, aber leicht zu bewältigen. Fest Schuhwerk ist also ebenfalls unumgänglich. Auch eine Notration und ein Erste-Hilfe-Set darf im Rucksack nicht fehlen. Je nach Jahreszeit kann es dauern, bis man auch jemanden trifft, der Hilfe leisten kann.

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