In Deutschland gibt es viel zu viele Singles. Also genau genommen ist jeder Single ein Single zu viel, aber in Deutschland gibt es fast 17 Millionen Menschen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, die Alleinstehend sind. Im Schnitt sind sie schon seit fünf oder sechs Jahren Single, zwanzig Prozent dieser Singles sind sogar schon seit über 10 Jahren allein.

Kein Wunder also, dass im digitalisierten Deutschland die Singlebörsen und Partnervermittlungen boomen. Noch nie haben so viele Menschen gleichzeitig im Internet entweder nach der großen Liebe oder wenigstens nach einer Nacht zu zweit gesucht. Viele sind sogar zahlende Kunden bei einer kostenpflichtigen Partnervermittlung. Aber Tests haben ergeben, dass kostenlose Singlebörsen genauso gut bei der Partnersuche helfen, die teilweise sehr teuren Partnervermittlungen.

Wo liegen die Unterschiede zwischen den beiden Modellen?

Beide versprechen dasselbe Ergebnis: Sie helfen dabei, andere Menschen kennenzulernen und mit ihnen können Singles die große Liebe ihres Lebens finden. Eine Singlebörse ist ein einfaches System. Hier können Partnersuchende ein Profil anlegen und Interesse an einem anderen Profil äußern. Wenn dieses Interesse erwidert wird, können diese beiden Menschen miteinander schreiben und sich ggf. auch treffen.

Eine Partnervermittlung geht dabei weiter. Während bei einer reinen Singlebörse. Eine Partnervermittlung versucht mittels Fragebögen, Persönlichkeitstests und Algorithmen ihren (in der Regel bezahlenden) Mitgliedern die bestmöglichen Treffer zu präsentieren.

Sind kostenpflichtige Angebote besser?

Die meisten Partnervermittlungen verlangen für ihren Service teilweise hohe Gebühren, die nach einem ersten kostenlosen Probemonat anfallen. Aber Tests haben ergeben, dass die kostenpflichtigen Angebote nicht signifikant mehr Erfolg bieten als kostenfreie. Erfahrungen mit LaBlue haben zum Beispiel gezeigt, dass ein kostenloses Angebot ebenso viel Erfolg bringen kann, wie ein teurer Premium-Service.

Wie kann man Abzocke bei Partnerbörsen verhindern?

Wer dennoch auf einen kostenpflichtigen Service setzten möchte, der sollte sicherstellen, dass man nicht auf Fake- oder Abzockangebote hereinfällt. Mehrere Plattformen nutzen beispielsweise Fake-Profile, die die Mitglieder unterhalten sollen. Bei solchen wenig seriösen Angeboten erstellen bezahlte Mitarbeiter der Anbieter frei erfundene Profile und schreiben dann unter falschen Namen mit echten Mitgliedern – die dann teilweise pro Nachricht bezahlen müssen.

Man sollte dementsprechend Seiten nicht nutzen, die ein solches Geschäftsmodell verfolgen. Auf einer Seite, auf der man pro abgesendeter Nachricht bezahlen muss, sollte man kein Profil anlegen. Wichtig ist es bei einer Plattform darauf zu achten, dass man unseriöse Mitglieder melden kann und dass der Anbieter – besonders bei kostenpflichtigen Angeboten – Daten seiner Mitglieder wie deren Alter oder Beziehungsstatus überprüft hat.

Ein Test-Abo abzuschließen lohnt sich in den meisten Fällen nicht. Denn hier sind die Erfolgsaussichten gering – in einem kostenlosen Probemonat lässt sich wohl kaum der richtige Partner finden. Wer ein Test-Abo wählt, muss darauf achten, das Abo auch fristgerecht zu kündigen und keinen Vertrag mit einer langen Laufzeit abzuschließen. Denn einige Verträge werben zwar mit einem kostenlosen Probemonat, aber im Kleingedruckten steht, dass anschließend ein Vertrag über eine Laufzeit von 12 Monaten abgeschlossen wird, wenn der Vertrag nicht fristgerecht gekündigt wird.

Ein Kunde einer Partnervermittlung kann übrigens nicht seine Zahlungen einfach einstellen, wenn die Suche erfolglos bleibt. Denn die Partnervermittlungen sichern vertraglich lediglich zu, Vorschläge zu machen. Alles weitere liegt in der Hand der Kunden.

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