Die alte Weisheit „so wie man sich bettet, so liegt man“ trifft auch auf die richtige Matratze zu. Eine gute Matratze sollte nicht nur die Bandscheiben entlasten, sondern auch die Muskeln entspannen. Ein guter Erholungsschlaf ist wichtig für den Körper, aber auch für die Psyche. Eine erholsame Nachtruhe ist also lebensnotwendig, damit neue Kräfte für den kommenden Tag gesammelt werden können.

Auswahlkriterien für eine gute Matratze

Schlafzimmermöbel werden nach Größe, Farbgebung oder Material ausgesucht. Eine Rolle spielt dabei der persönliche Geschmack. Bei einer guten Matratze gelten aber ganz andere Faktoren. Diese sind neben der Gesamthöhe der Matratze die Höhe des Raumgewichtes, die Härte der Matratze, auch Stauchhärte genannt, und die Liegezonen.

Wenn eine Matratze nicht gut verarbeitet ist, entsteht eine sogenannte Liegekuhle, die unangenehme Auswirkungen hat. Sie schadet nicht nur dem Rücken, sondern nimmt auch Einfluss auf die Qualität des Schlafes.

Das richtige Raumgewicht

Das Raumgewicht kann als Qualitätsmerkmal angesehen werden. Die Kennzahl zeigt dabei die Lebensdauer und die Haltbarkeit der Matratze. Fällt das Raumgewicht hoch aus, ist der Schaumstoff schwerer einzustufen. Wer also eine neue Matratze kaufen möchte, der sollte sich an diesem Raumgewicht orientieren. Damit besteht die Gewähr, dass die Unterlage nicht bereits nach zwei oder drei Jahren ausgetauscht werden muss, da sie durchgelegen ist. Bei guten Matratzen sollte der optimale Wert für das Raumgewicht bei 40 bis 50 liegen.

Auf die Stauchhärte achten

Die Angabe der Stauchhärte ist vor allen Dingen bei Tonnentaschen- und Taschenfederkernmatratzen wichtig. Die Stauchhärte als Maß für die Härte der Matratze darf nicht mit dem Härtegrad verwechselt werden. Auch bei Schaum- und Latexmatratzen spielt die Stauchhärte eine gewichtige Rolle. Die Angaben werden in Kilopascal (kPA) angegeben. Je höher sich der Härtegrad zeigt, umso stabiler ist der Schaum. Mit einem hohen Wert ist aber auch eine exzellente Belastbarkeit der Unterlage möglich. Wenn Personen mit höherem Gewicht eine Matratze aussuchen, sollte auf einen Stauchwert von 40 kPa geachtet werden.

Wie wichtig ist die Höhe der Matratze?

Generell gilt hier: Je schwerer ein Mensch ist, desto höher sollte die Schlafunterlage sein. In der Regel werden Matratzen in einer Höhe von 19 und 24 cm empfohlen. Matratzen von 19 und 20 cm liegen in der Basishöhe. Ab 25 cm hat die Matratze eine Komforthöhe. Um eine orthopädisch gesunde Körperhaltung zu gewährleisten, sollte die Unterlage nicht zu dünn sein. Wenn die Matratze zu dünn ist, können schwere Körperteile auf den Lattenrost sinken. Daraus können unangenehme Rückenschmerzen entstehen. Eine Schlafunterlage mit großer Gesamthöhe erleichtert gerade älteren Personen das Hinlegen und das Aufstehen aus dem Bett.

Liegezonen bei Matratzen

Unter Liegezonen (auch Körperzonen oder Härtezonen) versteht man eine Matratzenaufteilung, die beim Schläfer die Wirbelsäule entlastet und stabilisiert. Es gibt verschiedene Liegezonen: 3-Zonen, 5-Zonen, 7-Zonen und 9-Zonen. Die 7-Liegezonen gelten als Standard, da sie zu 90 % aller Erwachsenen passt. Generell sollte die Zonenaufteilung sich auf die Körpergröße und die Schlafhaltung beziehen. Zusammenfassend kann man sagen, dass Liegezonen eine wichtige Funktion haben. Sie sorgen dafür, dass das Körpergewicht auf die gesamte Liegefläche verteilt wird.

Tipps

Wer sich eine neue, hochqualitative Matratze anschafft, der sollte auch einen Schoner über den Lattenrost legen. Diese Auflage wird Feuchtigkeit an der Matratze nicht zulassen. Experten aber sind der Meinung, dass der Austausch eines Lattenrostes nicht unbedingt erfolgen muss. Das Angebot an Matratzen ist immens groß. Wer sich für den Kauf einer neuen Matratze entscheidet, der sollte sich zuvor von einem Fachmann beraten lassen.

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