Oftmals fragt man sich bei alltäglichen Dingen wie das Waschen, ob es eventuell eine umweltfreundlichere und vielleicht sogar besser Lösung geben könnte. Auf der Suche nach einer Alternative stößt man recht schnell auf das Waschen mit Waschnüssen. Eine Vielzahl von Anbietern für das Waschen mit Waschnüssen findet sich ebenso schnell. Diese versprechen allesamt, dass die Waschnüsse hervorragende Waschleistungen erbringen sollen und sogar noch schadstoffrei sind.

Wie kann man sich Waschnüsse vorstellen und woher kommen diese?

Sapindus saponaria ist der Fachbegriff für Waschnussbäume, woran die Waschnüsse wachsen. Wichtig für diese Bäume ist ein subtropisches oder tropisches Klima. Solche klimatischen Voraussetzungen gibt es vor allem in verschieden Regionen Asiens. Bis die Bäume Früchte tragen, vergehen jedoch 10 Jahre.

Waschnüsse erkennt man durch das klebrige Äußere und die orangene Farbe und werden üblicherweise im September geerntet. Nach der erfolgten Ernte werden die Waschnüsse getrocknet. Durch diesen Prozess werden die Nüsse dunkler und sind dann nicht mehr klebrig. Bevor die haselnussgroßen Waschnüsse verpackt werden, werden diese oftmals geknackt. Dadurch ergeben sich dann kleinere Stücke. Dadurch wird auch die Oberfläche für das Waschen mit Waschnüssen größer und die Effektivität wird gesteigert.

Wenn die Nüsse mit Wasser in Berührung kommen, werden diese seifig und bei leichter Reibung zwischen zwei Fingern beginnen die Waschnüsse schaumig zu werden. Die alten Inder haben sich damals diesen Effekt schon zu Nutze gemacht und haben die Waschnüsse auch für ihre Haare und Körper zur Pflege verwendet.

Wie verwendet man Waschnüsse?

Für das Waschen mit Waschnüssen ist gibt man einige Waschnussstücke in einen Sack aus Baumwolle. Dieser Sack wird dann gemeinsam mit er Wäsche in die Wäschetrommel gegeben. Gegebenenfalls müssen die Nüsse vor dem Waschgang noch geknackt werden, da nicht alle Waschnüsse geknackt geliefert werden. Eine Faustregel für einen Waschgang sind eineinhalb bis dreieinhalb Waschnüsse.

Erstaunlich ist, dass die Nüsse für Temperaturen von 30 Grad bis 90 Grad verwendet werden können. Mit Baumwollen, Synthetikfasern, Leinen, Wolle und Seide gelingt das Waschen mit Waschnüssen besonders gut. Die Nüsse geben keinen Geruch ab und wirken nicht wasserenthärtend. Gegebenenfalls muss man deshalb einen zusätzlichen Wasserenthärter verwenden. Natürliche Öle können für einen angenehmen und umweltfreundlichen Duft sorgen.

Man kann beim Waschen wie bei einem gewöhnlichen Waschvorgang vorgehen. Es kann jedoch sein, dass nach der erfolgten Spülung noch seifige Rückstände der Nüsse auf der Wäsche sind, da sich Saponine aus der Nuss lösen. Empfehlenswert ist deshalb, dass man eine Spül-Stopp Programm nutzt, um das Säckchen zu entnehmen und erst danach zu spülen.

Ein weitere Anwendungsmöglichkeit ist die Nüsse für die Herstellung von einem Allzweckreiniger zu verwenden. Man kocht hierfür die Nüsse mit klarem Wasser auf und entnimmt diese dann nach wenigen Minuten. Die dadurch entstandene warme Flüssigkeit muss dann noch etwas verrührt werden. Da sich durch diesen Vorgang Saponine gelöst haben, kann man die Flüssigkeit zum Putzen verwenden. Sehr viele Freunde der Waschnuss benutzen diese auch wie die alten Inder zum Waschen ihrer Haare und Körper.

Selbst Gold- oder Silberschmuck lassen sich mit drei halben Waschnüssen reinigen. Man muss hierbei nur 100 Milliliter kochendes Wasser über die Nüsse geben und anschließend eine halbe Stunde warten. Die Nüsse weichen dadurch auf und werden dann über die Schmuckstücke gerieben. Mithilfe einer Zahnbürste kann man besonders hartnäckigen Schmutz entfernen.

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